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Das Musikprojekt Nachtigall hat seine
erste, gleichnamige CD vorgestellt. Am 28. Mai 2005 luden die Musiker
zum Record-Release-Konzert nach Riesa. von Sebastian Schultz
 Endlich ist sie da, die erste CD von Nachtigall, einem Musikprojekt mit Riesaer Wurzeln. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Record-Release-Konzert in Riesa auf der Wechselbühne im Art stattfand. Schon fast kein Geheimtipp mehr und fast schon Kult gab Nachtigall ein famoses Heimspiel im roten Bühnenlicht. Angefangen mit Nachtigall hat alles in einer Dresdner WG, an einem Abend, mit drei Jungs und drei Instrumenten. Inzwischen sind an dem Projekt sieben Leute beteiligt. Mit zwölf Instrumenten und anderen klangerzeugenden Gegenständen wird ein vielschichtiger Teppich aus Melodien und Tönen gewebt, auf den sich der Zuhörer bettet und jenseits aller Alltäglichkeit in andere Ebenen gleitet.
„Die Nachtigall breitet ihre Schwingen aus, ohne zu wissen, wohin der Lufthauch sie trägt.“ Dieser Satz ist im Gästebuch auf der Homepage des Musikprojektes Nachtigall zu finden. Treffender ist die von improvisiertem Spiel lebende Musik des Riesaer Septetts nicht zu beschreiben.
Diese Band entzieht sich jeglicher Einordnung in eine musikalische Schublade. Vielleicht aber sind die Musiker gerade im Begriff, eine neue Schublade zu erschaffen? Das liegt daran, dass die Ursprünge von Nachtigall im Experimentellen liegen.
„Wir wollten uns von jeglicher Tonalität lösen“, sagen sie selbst über ihre Musik. Gefühle und Gedanken würden in Melodien und Geräusche übersetzt. Eine perfekte Aufeinanderfolge von Tönen gibt es dabei nicht.
In ihren Liedern sind keine festen Strukturen zu finden, sie sind ein freies Zusammenspiel der einzelnen Musiker, ein Loslassen, vielleicht auch eine Flucht, vor allem aber meisterhafte Improvisation. Andreas Grajek, Mitinitiator des Projektes, formuliert es so: „Unsere Musik ist so süß und schwer wie der Geruch von Räucherstäbchen.“
Der hohe Anspruch von Nachtigall liegt dabei im Inneren des Projektes: „Wir wollen etwas aus uns selbst herausbringen, was es vorher so nicht gab.“ Dabei erschaffen sie sich ihre eigene Welt von Freiheit und schwebender Leichtigkeit. „Mit jedem Lied lösen wir unser Projekt auf und erfinden uns wieder neu“, erklärt Andreas weiter. Vielleicht liegt darin das Geheimnis einer Musik, die so ungewöhnlich wie vielschichtig ist. Und so ist auch der Leitgedanke dieses vielseitigen Musikprojektes zu verstehen: „...um in Ewigkeit zu explodieren und den Augenblick unendlich zu machen...“
Diese Musiker gehören zum Projekt „Nachtigall“:
Angela Richter: Beatprogramming und Synthesizer Anna Antonia Berger: Gesang Ute Hähnel: Klarinette Andreas Grajek: Synthesizer und Akkordeon Falk Zakrzewski: Bassklarinette Jens Grunert: Gitarre Martin Zschoche: Schlagzeug und andere Percussion-Instrumente
Nachtigall im Internet bei http://nachtigall.artmovement.org |